2 Jahre Berlin und die Frage: Was ist Heimat?

730 Tage wohne ich nun bereits in Berlin. Viel ist passiert in der Zwischenzeit, die Voraussetzungen sind heute ganz anders als 2015. Irgendwann kommt der Moment, in welchem ich merkte, dass die Stadt mir ungemein vertraut ist. Ist sie nun meine Heimat?

Ich komme ursprünglich aus Chemnitz, einer äußerlich auf dem ersten Eindruck unansehnlichen Industriestadt ohne echtes Highlight, sieht man einmal von der zweitgrößten Porträtbüste der Welt ab.  Es gibt nicht viele Touristen außerhalb der Weihnachtsmarktzeit, und selbst dort geht es im Vergleich zu Dresden oder Leipzig beschaulich zu.

Berlin dagegen ist eine Weltstadt. Mittlerweile leben mehr als 3,5 Mio. Menschen hier, fast das Vierfache an Touristen pro Jahr. Die ganzen Highlights der Stadt aufzuzählen würde den Rahmen sprengen.

Doch was macht nun die Heimat aus? Der Ort, an dem man geboren wurde? Dort, wo die Freunde wohnen? Oder doch eher der Platz, an dem man sich am wohlsten fühlt?

Ich bin mir unsicher, wie ich diese Frage beantworten soll. Gleichzeitig bin ich dankbar über alle Freunde, die erst dafür gesorgt haben, dass sich die Frage, ob Berlin überhaupt in die Auswahl kommt, stellt. Danke an die Freunde und Menschen in dieser Stadt, die mir die letzten zwei Jahe hier versüßt haben und mir helfen, immer weiter nach vorn zu schauen. Berlin, ick liebe dir.

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