Tschüss & Adé: Schweden

Liebe Leser,

heute startet eine neue Serie auf unserem kleinen Blog. Bei „Tschüss & Adé“ stellen sich Menschen vor, welche den Schritt ins Ausland gewagt haben, und aus Deutschland ausgewandert sind. Wir starten mit Anja und ihrem Leben in Schweden. Viel Spaß beim Lesen!

(c) Sweden Bonfire

Hi Anja, danke dass ich dich zum Interview begrüßen darf. Du bist nach Schweden ausgewandert. Sonst hört man immer, das Wetter sei ein Grund, Deutschland zu verlassen. Schweden ist nun immer kalt. Wieso also Schweden?

Zuerst einmal, Schweden ist nicht immer kalt. Im Sommer steigen auch hier die Temperaturen auf 25 bis 28 Grad. Zweitens, Schweden ist ein wunderschönes Land. Ich war hier bereits 5-6 Mal im Urlaub, bevor ich ausgewandert bin. Dazu müsste ich vielleicht sagen, dass ich damals gesagt hatte, dass ich ein neues Umfeld benötige und mein Umzug nach Schweden nicht für immer war. Ich wollte Dinge einfach auf mich zukommen lassen. Aber meine Wahl fiel auf Schweden, da mein Bruder bereits hier lebte und ich somit Familie vor Ort habe.

Du baust dir in Schweden zwei Standbeine auf. Erzähle kurz davon.

Ich arbeite seit dem letztem Jahr als Englischlehrerin am ansässigen Gymnasium, übersetze Texte für ein ansässiges Unternehmen und habe seit letztem Jahr mein eigenes Unternehmen mit meinem Bruder. Wir bieten seit diesem Jahr Abenteuerurlaube für Alleinreisende, Gruppen und Familien an. Vor allem für Gruppen möchten wir unser Geschäftsmodell ausbauen. Denn was ist besser als mit deinen Freunden in den Urlaub zu fahren, bei dem alles speziell auf die Gruppe abgestimmt ist.

Ich selber war 2016 schon einmal für ein paar Tage in Südschweden unterwegs. Was sollte man denn in dem Land unbedingt gesehen haben?

Wenn man Urlaub in Schweden macht, sollte man sich nicht nur Südschweden ansehen. Da kann man auch gleich in Deutschland bleiben 😉
Reise mindestens bis Mittelschweden und komm uns bei Sweden Bonfire besuchen. Die Natur hier oben, mit all den Seen und Wäldern ist atemberaubend. Zudem ist die Bevölkerungsdichte so niedrig, dass man die Natur wirklich noch erleben kann.

(c) Sweden Bonfire

Man sollte sich vom Kanu oder Floß aus das Land ansehen oder sich von uns an geheime Orte führen lassen. Der größte Wasserfall Schwedens ist im Sommer wie im Winter sehenswert. Ich persönlich finde ihn aber im Winter unbeschreiblich.
Ich persönlich finde zudem, dass man all die Schönheit des Landes erst beim Campen erleben kann. Wir gehen zum Beispiel an Wochenenden klettern, bereiten unsere Mahlzeiten am offenen Feuer zu und genießen die Stille mit ein paar Bier und der besten Aussicht auf Schwedens Natur. Am Lagerfeuer lässt man dann die Abende entspannt mit Freunden ausklingen.

Welche Tipps gibst du dem Leser, der vielleicht selbst darüber nachdenkt, nach Schweden auszuwandern?

Wenn man darüber nachdenkt nach Schweden auszuwandern und geldlich auf einen Job angewiesen ist, dann sollte man die Sprache beherrschen. Belege Schwedisch-Kurse, nutze Apps oder anderes um dir die Sprache anzueignen. Englisch bringt dich hier bereits weit, wenn man jedoch eine gute Chance auf einen Job möchte, geht dies nur mit Schwedischkenntnissen. Natürlich gibt es immer diese Spezialfälle, die auswandern aber nie die Sprache wirklich lernen. Ich denke jedoch, dass dies extrem respektlos gegenüber den Schweden ist.
Des Weiteren muss man manchmal direkt auf die Schweden zugehen und sie zum „Fika“ (Kaffeetrinken) einladen. Schweden sind immer hilfsbereit wie kein anderes Volk. Um jedoch den Anschluss zu finden musst du selbst aktiv werden.

Zu guter Letzt noch eine Frage: wo schmeckt das Bier besser, in der neuen oder der alten Heimat?

Ich glaube diese Frage kannst du dir als Deutscher selbst beantworten 😉 Das Bier schmeckt natürlich in Deutschland besser. Zudem ist es auch um ein vielfaches billiger und reißt kein Loch in deine Geldbörse, wenn du mal jemanden auf ein Bierchen einladen möchtest.

Vielen Dank für deine Zeit und weiterhin viel Erfolg 🙂

(c) Sweden Bonfire
(c) Sweden Bonfire
(c) Sweden Bonfire
(c) Sweden Bonfire
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