Eine Woche Traumjob

Liebe Leser,

seit einer Woche arbeite ich als Event Manager für den Deutschen Basketball Bund. Es ist nicht so, als hätte ich als Kind schon davon geträumt, in so einer Rolle zu arbeiten, aber seit meiner Zeit bei der British Basketball League ist es doch ein Traum, wieder in diesem Bereich tätig zu sein. Zuletzt war ich des öfteren in Glasgow und London zu Gast bei den ehemaligen Kollegen, doch ab jetzt hat es mich auch hauptberuflich dem besten Sport überhaupt verschrieben.

Ich werde von verschiedenen Seiten immer wieder gefragt, wie es dazu kam. Dies ist aber einfach gesagt: ich habe Bewerbung auf die ausgeschriebene Stelle geschrieben. Kein Hexenwerk also. Wieso gerade ich die Stelle bekommen habe? Neben einer Menge Glück und der Tatsache, dass ich die erste Bewerbung überhaupt auf die Stelle war, hat es mit meinem Basketballbackground und der Tatsache, dass ich aus Chemnitz komme, zu tun. Denn genau hier findet vom 14. bis 22. Juli 2018 die U20-Europameisterschaft der Männer statt und diese soll unter anderen von mir organisiert werden.

Schon der Beginn war echt spannend: Workshop der FIBA (das ist der Welt-Basketball-Verband) in Freising. Auf Kosten der FIBA wurde man vom Flughafen abgeholt und im Marriott Munich Airport untergebracht. Neben schicken Zimmern ließ sich hier auch der Morgen vor dem ersten Workshop noch am Pool genießen.

Start your day the right way. #goodmorning #pool #swimming #relax #ReiseBubitzzz

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Der Workshop richtete sich an alle Ausrichterstädte von Jugendwettbewerben der FIBA Europe, dementsprechend international ging es zu. Neben großartigen Präsentationen gab es einige Gruppenarbeiten, bei welchen man die Teilnehmer noch etwas besser kennenlernte. Da es für einige Städte und Nationen nicht der erste Wettbewerb war, konnte man entsprechend viel vom Tag mitnehmen, sich jedoch auch austauschen und neue Kontakte knüpfen. Ich unterhielt mich beispielsweise mit dem Kapitän der moldawischen U20-Nationalmannschaft, welcher gleichzeitig im moldawischen Basketballverband arbeitet und dort die Division C U16 Europameisterschaft der Frauen mitorganisierte.

Am zweiten Tag folgte dann das Highlight, die Auslosung der Wettbewerbe. Über zwei Stunden wurden alle 16 Jugendwettbewerbe des kommenden Sommers ausgelost. Jetzt herrscht für alle Seiten Planungssicherheit und die Spielpläne können erstellt werden.

In Chemnitz angekommen folgte weiterer Input. Bisher im Aufgabenbereich der CWE übernehme ich das Projekt nun nach und nach.  Auch davon werde ich weiter berichten.

Bis dahin,

euer Bubitzzz

Letztens gesagt, heute gelesen: das große Interview mit Chu

Liebe Leser,

viel zu lange lag dieses Interview in meinem e-Mail-Postfach. Mit ein paar Anmerkungen möchte ich es hier dennoch veröffentlichen. Vielen Dank an Chu für diese Worte, welche wir im Juni 2017 wechselten. Viel Spaß!

Hi Julian – oder soll ich lieber Chu sagen? – Danke dass du dir die Zeit für ein paar Fragen nimmst! In letzter Zeit hast du einige Videos auf deinem YouTube-Kanal präsentiert, unter anderem eine Mischung aus Städteportrait und privaten Sequenzen aus deinem Londontrip. Auch Videos aus dem Erzgebirge, dem Schwarzwald und vom Lollapalooza-Festival finden sich auf dem Kanal. Wie bist du auf die Idee gekommen?

Hey Mann, erstmal danke für diese geile Gelegenheit!!! Wir bleiben ruhig bei Chu, unter meinem Spitznamen kennen mich all meine Leute und so soll mich auch ruhig jeder andere kennenlernen.

Bevor ich hier Rede und Antwort stehe, schnell zwei, drei Dinge über mich, damit ihr auch wisst mit wem ihr es zutun habt (lol): 27 Jahre hab ich nun schon auf dem Buckel, wohne mit meiner Freundin und unseren zwei Mietzekatzen in Dresden. Wenn ich Nachts nicht als Teilzeitheld auf der Jagd nach Verbrechern bin… Spaß beiseite, arbeite ich als Kundenberater bei einer der größten gesetzlichen Krankenkassen Deutschlands.

In meiner Freizeit versuche ich viel in der Welt rumzukommen, was sich leider meist auf die Urlaube beschränkt. Da meine Freundin und ich sehr reisebegeistert sind, kam uns die Idee, unsere Erlebnisse in Videos zusammenzufassen.

Die eigentliche Idee kam uns vor bzw. im Zuge unserer Nepal-Reise im November 2016, obwohl dies nicht ganz richtig ist. Wir haben bereits von unserem Trip nach Mexico 2014 ein Video gemacht, dies war jedoch nur ein Zusammenschnitt von Natursequenzen. Also kurz gesagt, die Begeisterung für Digitale Medien in Form von Musik und Videoschnitt geht bestimmt zurück ins Jahr 2007/2008 als ich mich ein wenig am Dj-ing im Internet versuchte.
Ideen sind immer wichtig, auch für solche Clips wie der von unserem schönen Erzgebirge oder dem London-Trip. Denn ohne einen gewissen Fahrplan oder etwas übertrieben gesagt, einem Drehbuch fehlt einem das Material. Inszenieren kann man vieles… aber das Videomaterial dazu ist wichtig. Natürlich sind auch spontane Aufnahmen, auf die man vor dem Filmen gar nicht gekommen wäre schön und abwechslungsreich, so ist es total klasse wenn meine Drohne aus der Luft Sachen einfängt, die man herkömmlich gar nicht zusehen bekommen würde. Aber dazu später mehr.

Für mich ist es wichtig, den Leuten (bisher nicht viele :D) das Schöne an unserer Welt zu zeigen. Klar bin ich ehrlich und würde mich auch über Sponsoring von größeren Firmen freuen – wer würde das nicht!? – aktuell steht für mich aber der Spaß und die Freude am Filmen und Schneiden im Vordergrund. Ich möchte den Leuten, die meine Videos und Bilder auf den diversen Medialen Kanälen verfolgen zeigen was es schönes da draußen gibt.
Dabei geht es vorrangig auch um Netzwerke die man aufbauen kann, zum Beispiel wären wir ohne die Blogs und Instagram-Bilder von einem Flugzeugfriedhof in Bangkok nie auf diesen gestoßen. Nun hab ich davon klasse Aufnahmen vom Boden, und auch aus der Luft.

In den Videos verwendest du neben einer herkömmlichen Kamera auch eine Drone. Diese fliegt auf einigen Aufnahmen verdammt hoch. Hast du keine Angst, dass sie abstürzt?

Zu unserer derzeitigen Videoausrüstung zählt eine GoPro Hero 4 Silver (tolles Gerät für Actionaufnahmen), eine Canon EOS 550D (etwas älteres Modell aber es tut mehr als nur seinen Zweck) und jetzt kommt für mich auch etwas verblüffendes, was ich total klasse finde, das London Video ist (bis auf die DroneShots) komplett aus iPhone Aufnahmen entstanden. Natürlich gerät auch da die Qualität manchmal an seinen Grenzen, aber für meine Zwecke reicht es aktuell vollkommen aus. Zur Videostabilisierung nutze ich einen Smartphone Gimbal von Zhiyun Smooth Q. Tolles Gerät zu einem fairen Preis. Und nun zur eigentlichen Frage, ja das Thema mit den Drohnen…

Viele haben mich schon während meinen Flügen darauf angesprochen, ob ich nicht Angst hätte, dass damit etwas passiert. Ich habe nun schon knapp 200 Flüge (mittlerweile viel mehr, Anm. des penetrante Fragenstellers) mit meiner DJI Mavic Pro auf dem Flugstatistik-Konto und ich muss sagen, klar hat man jedesmal etwas kribbeln in den Fingern, aber bei dem was daraus entsteht ist es mir das Wert.

Neben diversen rechtlichen Informationen, die ich mir vor dem Kauf natürlich ausführlich zu Gemüt geführt habe, besitze ich eine private Drohnenhaftpflichtversicherung: ohne geht es mir nicht aus dem Haus.
Verdammt hoch ist ein gutes Thema, auf das ich auch gerne kurz eingehen mag: ich versuche bisher immer im rechtlichen Rahmen zu fliegen, dies ist nicht immer möglich, bei den Aufnahmen von London schon gar nicht, dies ist mir bewusst.

Über die örtlichen Rahmenbedingungen beim Drohnenfliegen weiß ich allerdings Bescheid, so habe ich ausführliche Drucke von Thailand, England und Deutschland und auch für unsere kommenden Trips (einer davon steht schon fest bin ich grundsätzlich informiert).

In London bin ich zum Beispiel nie höher als 120 m und 300 m entfernt geflogen, sonst wäre mir das Thema „Fly Away“ und Signalverlust auch zu heikel gewesen.

Wie aufwändig ist die Produktion eines Videos?

Eine sehr gute Frage. Ich würde dem Aufwand je nach Umfang des Urlaubs und dem Videomaterial unterschiedliche Zeiten zuordnen. Für Thailand sind es ca. 5h Videomaterial, was mich für den Schnitt, eines 20 Minuten Video, ca. 30h Zeit gekostet hat.

Bei London hat es auch lange gedauert, weil ich wollte, dass es etwas Besonderes wird. Da hatten wir nur ca. 2-3 h Videomaterial, dennoch habe ich sicher 20h für den Zusammenschnitt gebraucht. Es ist leider nicht nur die Zeit des Schneidens, was an solch einem Video dranhängt, die Hardware des Computers ist entscheidend und zum Beispiel die Musikauswahl braucht bei mir meist am längsten 😀

Das eigentlich Bittere an diesem schönen Hobby ist aber, dass ich im Urlaub leider mehr Zeit hinter einem Bildschirm verbringe, als die schönen Momente vor Ort zu erleben. Das ärgert mich manchmal schon, wird aber dann mit solchen Aufnahmen wieder revidiert.

Jeder sollte jedoch wissen, wenn man seine Aufnahmen nicht zusammenfügen will und diese nach dem Urlaub anschließend nur auf einer Festplatte versauern, dann lieber weniger knipsen und mehr genießen 😉 … Aber da hat sicher auch jeder seine eigene Meinung dazu.

Erzgebirge und Natur, mit London eine Stadt. Was steht als nächstes an?

Die Mischung macht – was? :)… Ich weiß, dass unser nächstes Projekt sicherlich Island sein wird (hier befinden sich die beiden Gerade, nochmal Anm. des Fragenstellers), damit ist wohl erst um den Jahreswechsel wenn nicht sogar erst in 2018 zu rechnen. Was dazwischen kommt, schauen wir mal wo es uns hin verschlägt.

Das Erzgebirge-Video war auch aus einer spontanen Entdeckung bei Instagram entstanden… Let’s see.

Hand aufs Herz: wann sehen wir dich endgültig als professionellen Produzenten?

Haha… professionell ist es für mich noch lange nicht, aber wer weiß was sich noch ergibt.

Ich bleibe bescheiden und freue mich über jedes Feedback und jede Botschaft die mir zu meinem Hobby gegeben wird. Denn ich weiß auch, meine Arbeit wird Leuten gefallen und dann wird es Leute geben, denen es nicht gefällt
Vielen Dank für deine Zeit.

Vielen Dank für die Möglichkeit, vielleicht starten wir ja mal gemeinsam ein Projekt in Berlin?!

Stay tuned…

Berlin wird es vorerst nicht, aber hierzu später mehr. Vielen Dank für deine Zeit, und sorry für das späte Veröffentlichen.

Neujahresvorsätze

Liebe Freunde und Leser,

zuerst einmal wünsche ich euch ein frohes, neues Jahr. Jeder konnte hoffentlich Silvester und den Jahreswechsel mit seinen Liebsten feiern. Ich habe mit ein paar Freunden ganz klassisch Raclette zubereitet und ein paar Spiele gespielt.

Ein spannendes Thema alle Jahre wieder sind die Vorsätze, die man zum neuen Jahr beschließt. Warum diese ausgerechnet zum Jahreswechsel greifen sollen und nicht auch zu einem anderen Zeitpunkt beschlossen werden können, das bleibt ein eigenes Geheimnis, für welches aber Psychologen bestimmt einen Grund kennen.

Welche Vorsätze bieten sich nun an? Geht man eher pragmatisch an die Sache heran, so reden wir hier von Zielen statt von Vorsätzen. Hierbei bietet sich die SMART-Methodik an.
– S-pecific (Ziele sind genau definiert)
– M-easurable (Ergebnisse sind messbar)
– A-ttainable (Ziele sollten immer erreichbar sein)
– R-elevant (nur wichtige Ziele sind gute Ziele)
– T-imed (Ziele sollten in einem bestimmten Zeitraum erfolgen)

Demnach ist ein “Ich möchte gern abnehmen” kein adäquates Ziel, viel sinnvoller ist: “Ich möchte gern bis zum Jahresende 7 Kilogramm abnehmen.” Das Risiko bei dieser Zielgebung ist offenkundig: Schafft man das Ziel nicht, oder ist früh absehbar, dass das Ziel nicht erreichbar ist, dann schadet dies der Motivation ungemein. Für Menschen, die hierfür anfällig sind, eignet sich ein plumpes “Hauptsache gesünder.” eventuell mehr.

Letztlich ist jedoch das Entscheidende, dass sich selbst jeder wohlfühlt. Und hierbei kann ein “Ich möchte einfach den positiven Vibe aus 2017 mitnehmen und habe gar keine anderen Vorsätze.” genauso hilfreich sein wie ein direktes Ziel an sich. 🙂