Letztens gesagt, heute gelesen: das große Interview mit Chu

Liebe Leser,

viel zu lange lag dieses Interview in meinem e-Mail-Postfach. Mit ein paar Anmerkungen möchte ich es hier dennoch veröffentlichen. Vielen Dank an Chu für diese Worte, welche wir im Juni 2017 wechselten. Viel Spaß!

Hi Julian – oder soll ich lieber Chu sagen? – Danke dass du dir die Zeit für ein paar Fragen nimmst! In letzter Zeit hast du einige Videos auf deinem YouTube-Kanal präsentiert, unter anderem eine Mischung aus Städteportrait und privaten Sequenzen aus deinem Londontrip. Auch Videos aus dem Erzgebirge, dem Schwarzwald und vom Lollapalooza-Festival finden sich auf dem Kanal. Wie bist du auf die Idee gekommen?

Hey Mann, erstmal danke für diese geile Gelegenheit!!! Wir bleiben ruhig bei Chu, unter meinem Spitznamen kennen mich all meine Leute und so soll mich auch ruhig jeder andere kennenlernen.

Bevor ich hier Rede und Antwort stehe, schnell zwei, drei Dinge über mich, damit ihr auch wisst mit wem ihr es zutun habt (lol): 27 Jahre hab ich nun schon auf dem Buckel, wohne mit meiner Freundin und unseren zwei Mietzekatzen in Dresden. Wenn ich Nachts nicht als Teilzeitheld auf der Jagd nach Verbrechern bin… Spaß beiseite, arbeite ich als Kundenberater bei einer der größten gesetzlichen Krankenkassen Deutschlands.

In meiner Freizeit versuche ich viel in der Welt rumzukommen, was sich leider meist auf die Urlaube beschränkt. Da meine Freundin und ich sehr reisebegeistert sind, kam uns die Idee, unsere Erlebnisse in Videos zusammenzufassen.

Die eigentliche Idee kam uns vor bzw. im Zuge unserer Nepal-Reise im November 2016, obwohl dies nicht ganz richtig ist. Wir haben bereits von unserem Trip nach Mexico 2014 ein Video gemacht, dies war jedoch nur ein Zusammenschnitt von Natursequenzen. Also kurz gesagt, die Begeisterung für Digitale Medien in Form von Musik und Videoschnitt geht bestimmt zurück ins Jahr 2007/2008 als ich mich ein wenig am Dj-ing im Internet versuchte.
Ideen sind immer wichtig, auch für solche Clips wie der von unserem schönen Erzgebirge oder dem London-Trip. Denn ohne einen gewissen Fahrplan oder etwas übertrieben gesagt, einem Drehbuch fehlt einem das Material. Inszenieren kann man vieles… aber das Videomaterial dazu ist wichtig. Natürlich sind auch spontane Aufnahmen, auf die man vor dem Filmen gar nicht gekommen wäre schön und abwechslungsreich, so ist es total klasse wenn meine Drohne aus der Luft Sachen einfängt, die man herkömmlich gar nicht zusehen bekommen würde. Aber dazu später mehr.

Für mich ist es wichtig, den Leuten (bisher nicht viele :D) das Schöne an unserer Welt zu zeigen. Klar bin ich ehrlich und würde mich auch über Sponsoring von größeren Firmen freuen – wer würde das nicht!? – aktuell steht für mich aber der Spaß und die Freude am Filmen und Schneiden im Vordergrund. Ich möchte den Leuten, die meine Videos und Bilder auf den diversen Medialen Kanälen verfolgen zeigen was es schönes da draußen gibt.
Dabei geht es vorrangig auch um Netzwerke die man aufbauen kann, zum Beispiel wären wir ohne die Blogs und Instagram-Bilder von einem Flugzeugfriedhof in Bangkok nie auf diesen gestoßen. Nun hab ich davon klasse Aufnahmen vom Boden, und auch aus der Luft.

In den Videos verwendest du neben einer herkömmlichen Kamera auch eine Drone. Diese fliegt auf einigen Aufnahmen verdammt hoch. Hast du keine Angst, dass sie abstürzt?

Zu unserer derzeitigen Videoausrüstung zählt eine GoPro Hero 4 Silver (tolles Gerät für Actionaufnahmen), eine Canon EOS 550D (etwas älteres Modell aber es tut mehr als nur seinen Zweck) und jetzt kommt für mich auch etwas verblüffendes, was ich total klasse finde, das London Video ist (bis auf die DroneShots) komplett aus iPhone Aufnahmen entstanden. Natürlich gerät auch da die Qualität manchmal an seinen Grenzen, aber für meine Zwecke reicht es aktuell vollkommen aus. Zur Videostabilisierung nutze ich einen Smartphone Gimbal von Zhiyun Smooth Q. Tolles Gerät zu einem fairen Preis. Und nun zur eigentlichen Frage, ja das Thema mit den Drohnen…

Viele haben mich schon während meinen Flügen darauf angesprochen, ob ich nicht Angst hätte, dass damit etwas passiert. Ich habe nun schon knapp 200 Flüge (mittlerweile viel mehr, Anm. des penetrante Fragenstellers) mit meiner DJI Mavic Pro auf dem Flugstatistik-Konto und ich muss sagen, klar hat man jedesmal etwas kribbeln in den Fingern, aber bei dem was daraus entsteht ist es mir das Wert.

Neben diversen rechtlichen Informationen, die ich mir vor dem Kauf natürlich ausführlich zu Gemüt geführt habe, besitze ich eine private Drohnenhaftpflichtversicherung: ohne geht es mir nicht aus dem Haus.
Verdammt hoch ist ein gutes Thema, auf das ich auch gerne kurz eingehen mag: ich versuche bisher immer im rechtlichen Rahmen zu fliegen, dies ist nicht immer möglich, bei den Aufnahmen von London schon gar nicht, dies ist mir bewusst.

Über die örtlichen Rahmenbedingungen beim Drohnenfliegen weiß ich allerdings Bescheid, so habe ich ausführliche Drucke von Thailand, England und Deutschland und auch für unsere kommenden Trips (einer davon steht schon fest bin ich grundsätzlich informiert).

In London bin ich zum Beispiel nie höher als 120 m und 300 m entfernt geflogen, sonst wäre mir das Thema „Fly Away“ und Signalverlust auch zu heikel gewesen.

Wie aufwändig ist die Produktion eines Videos?

Eine sehr gute Frage. Ich würde dem Aufwand je nach Umfang des Urlaubs und dem Videomaterial unterschiedliche Zeiten zuordnen. Für Thailand sind es ca. 5h Videomaterial, was mich für den Schnitt, eines 20 Minuten Video, ca. 30h Zeit gekostet hat.

Bei London hat es auch lange gedauert, weil ich wollte, dass es etwas Besonderes wird. Da hatten wir nur ca. 2-3 h Videomaterial, dennoch habe ich sicher 20h für den Zusammenschnitt gebraucht. Es ist leider nicht nur die Zeit des Schneidens, was an solch einem Video dranhängt, die Hardware des Computers ist entscheidend und zum Beispiel die Musikauswahl braucht bei mir meist am längsten 😀

Das eigentlich Bittere an diesem schönen Hobby ist aber, dass ich im Urlaub leider mehr Zeit hinter einem Bildschirm verbringe, als die schönen Momente vor Ort zu erleben. Das ärgert mich manchmal schon, wird aber dann mit solchen Aufnahmen wieder revidiert.

Jeder sollte jedoch wissen, wenn man seine Aufnahmen nicht zusammenfügen will und diese nach dem Urlaub anschließend nur auf einer Festplatte versauern, dann lieber weniger knipsen und mehr genießen 😉 … Aber da hat sicher auch jeder seine eigene Meinung dazu.

Erzgebirge und Natur, mit London eine Stadt. Was steht als nächstes an?

Die Mischung macht – was? :)… Ich weiß, dass unser nächstes Projekt sicherlich Island sein wird (hier befinden sich die beiden Gerade, nochmal Anm. des Fragenstellers), damit ist wohl erst um den Jahreswechsel wenn nicht sogar erst in 2018 zu rechnen. Was dazwischen kommt, schauen wir mal wo es uns hin verschlägt.

Das Erzgebirge-Video war auch aus einer spontanen Entdeckung bei Instagram entstanden… Let’s see.

Hand aufs Herz: wann sehen wir dich endgültig als professionellen Produzenten?

Haha… professionell ist es für mich noch lange nicht, aber wer weiß was sich noch ergibt.

Ich bleibe bescheiden und freue mich über jedes Feedback und jede Botschaft die mir zu meinem Hobby gegeben wird. Denn ich weiß auch, meine Arbeit wird Leuten gefallen und dann wird es Leute geben, denen es nicht gefällt
Vielen Dank für deine Zeit.

Vielen Dank für die Möglichkeit, vielleicht starten wir ja mal gemeinsam ein Projekt in Berlin?!

Stay tuned…

Berlin wird es vorerst nicht, aber hierzu später mehr. Vielen Dank für deine Zeit, und sorry für das späte Veröffentlichen.

Neujahresvorsätze

Liebe Freunde und Leser,

zuerst einmal wünsche ich euch ein frohes, neues Jahr. Jeder konnte hoffentlich Silvester und den Jahreswechsel mit seinen Liebsten feiern. Ich habe mit ein paar Freunden ganz klassisch Raclette zubereitet und ein paar Spiele gespielt.

Ein spannendes Thema alle Jahre wieder sind die Vorsätze, die man zum neuen Jahr beschließt. Warum diese ausgerechnet zum Jahreswechsel greifen sollen und nicht auch zu einem anderen Zeitpunkt beschlossen werden können, das bleibt ein eigenes Geheimnis, für welches aber Psychologen bestimmt einen Grund kennen.

Welche Vorsätze bieten sich nun an? Geht man eher pragmatisch an die Sache heran, so reden wir hier von Zielen statt von Vorsätzen. Hierbei bietet sich die SMART-Methodik an.
– S-pecific (Ziele sind genau definiert)
– M-easurable (Ergebnisse sind messbar)
– A-ttainable (Ziele sollten immer erreichbar sein)
– R-elevant (nur wichtige Ziele sind gute Ziele)
– T-imed (Ziele sollten in einem bestimmten Zeitraum erfolgen)

Demnach ist ein “Ich möchte gern abnehmen” kein adäquates Ziel, viel sinnvoller ist: “Ich möchte gern bis zum Jahresende 7 Kilogramm abnehmen.” Das Risiko bei dieser Zielgebung ist offenkundig: Schafft man das Ziel nicht, oder ist früh absehbar, dass das Ziel nicht erreichbar ist, dann schadet dies der Motivation ungemein. Für Menschen, die hierfür anfällig sind, eignet sich ein plumpes “Hauptsache gesünder.” eventuell mehr.

Letztlich ist jedoch das Entscheidende, dass sich selbst jeder wohlfühlt. Und hierbei kann ein “Ich möchte einfach den positiven Vibe aus 2017 mitnehmen und habe gar keine anderen Vorsätze.” genauso hilfreich sein wie ein direktes Ziel an sich. 🙂

2 Jahre Berlin und die Frage: Was ist Heimat?

730 Tage wohne ich nun bereits in Berlin. Viel ist passiert in der Zwischenzeit, die Voraussetzungen sind heute ganz anders als 2015. Irgendwann kommt der Moment, in welchem ich merkte, dass die Stadt mir ungemein vertraut ist. Ist sie nun meine Heimat?

Ich komme ursprünglich aus Chemnitz, einer äußerlich auf dem ersten Eindruck unansehnlichen Industriestadt ohne echtes Highlight, sieht man einmal von der zweitgrößten Porträtbüste der Welt ab.  Es gibt nicht viele Touristen außerhalb der Weihnachtsmarktzeit, und selbst dort geht es im Vergleich zu Dresden oder Leipzig beschaulich zu.

Berlin dagegen ist eine Weltstadt. Mittlerweile leben mehr als 3,5 Mio. Menschen hier, fast das Vierfache an Touristen pro Jahr. Die ganzen Highlights der Stadt aufzuzählen würde den Rahmen sprengen.

Doch was macht nun die Heimat aus? Der Ort, an dem man geboren wurde? Dort, wo die Freunde wohnen? Oder doch eher der Platz, an dem man sich am wohlsten fühlt?

Ich bin mir unsicher, wie ich diese Frage beantworten soll. Gleichzeitig bin ich dankbar über alle Freunde, die erst dafür gesorgt haben, dass sich die Frage, ob Berlin überhaupt in die Auswahl kommt, stellt. Danke an die Freunde und Menschen in dieser Stadt, die mir die letzten zwei Jahe hier versüßt haben und mir helfen, immer weiter nach vorn zu schauen. Berlin, ick liebe dir.

Bubitzzz on Tour: Kopenhagen

Im Juni führte mich ein Junggesellenabschied nach Kopenhagen. Mein Studienfreund Andre hatte vor einem Jahr um die Hand seiner Lisa angehalten, jetzt stand die Hochzeit kurz bevor.

the day after 😀

Also ab nach Tegel – übrigens das erste Mal dass ich vom von der Schließung bedrohten City-Flughafen fliegen durfte – und mit Air Berlin nach Kopenhagen. Die Stunde verging wie im Flug (Ha! Wortwitz!) und schon landete ich bei sonnigen 25 Grad in der dänischen Hauptstadt. Der Pick-Up erfolgte durch den Junggesellen und die anderen Teilnehmer des Abschieds, welche mit dem Auto aus Norddeutschland gekommen und laut eigener Aussage in den zehn Stunden Fahrt bereits einmal betrunken und wieder nüchtern waren. Gute Grundlage also 😀

Untergebracht waren wir im Globalhagen Hostel in einem 10-Mann-Zimmer. Eine Straße weiter liegt bereits der Sortedams Sø, an dem wir erst einmal entspannen konnten. Insbesondere für die Autofahrer war dies wichtig, um später wieder hundert Prozent geben zu können.

Mit den Details des Tages verschone ich euch. Fakt ist, Kopenhagen wird nicht umsonst die “Stadt der Glücklichen” genannt, jeder Mensch, der schon einmal dort war, wird dies auch bestätigen können. Die Leute sind unglaublich aufgeschlossen, sei es bei einem spontanen Flunkyball-Match im Stadtzentrum oder bei der öffentlichen Verköstigung von Berliner Luft: ausnahmslos alle Leute waren absolut entspannt, man konnte sich gut mit ihnen unterhalten und zusammen etwas trinken. Die Steakhäuser sind gut, solange keiner aus der Gruppe meint, den Boden neu dekorieren zu müssen und die Clubs machen Spaß, auch hier waren die Leute wieder absolut entspannt.

See beim Kastellet

Am nächsten Morgen ging es für den Rest der Truppe zurück nach Norddeutschland, während mein Rückflug erst am Nachmittag anstand. Ich nutzte also die paar verbleibenden Stunden, um ein paar Eindrücke von der Stadt zu bekommen. Also ab, das Tagesticket nutzen, um zum Kastellet zu kommen, den Resten der historischen Stadtbefestigung.

Kastellet

Doch war die Festung nicht das eigentliche Ziel. DIE Sehenswürdigkeit Kopenhagens ist Den Lille Havfrue, die Kleine Meerjungfrau. Die Statue vom Bildhauer Edvard Eriksen sitzt auf einem Felsen und kann berührt werden. Dementsprechend stehen die Touristenmassen Schlange, um ein Foto mit dem Kunstwerk zu machen.

Den Lille Havfrue

Zum Abschluss des Tages stellte ich mich vor die Wahl zwischen dem Zoo Kopenhagen oder dem Nationalaquarium. Ich entschied mich für “Den Blå Planet“. Ich fand ein wunderschönes Aquarium mit interessanten Tieren und anderen Lebewesen vor. Ich freue mich jedes Mal, wenn ich die Gelegenheit habe, diese in Aktion zu sehen. So genoss ich die letzten anderthalb Stunden im Blauen Planeten. Direkt von dort fuhr ein Zug der selbstfahrenden Metro zum Flughafen Kopenhagen. Danke, du schöne Stadt. Du hast mich verzaubert.

Den Blå Planet

PS: Herzlichen Glückwunsch an Andre und Lisa zur Hochzeit. Ich wünsche euch alles erdenklich Gute!

Vier Wochen, 5 Sterne

Liebe Leser,

während ich im Fernbus nach Chemnitz sitze, kommen mir so allerlei Gedanken in den Sinn. Es war jetzt mehr als vier Wochen still auf diesem Blog. Viel ist geschehen in der Zwischenzeit. Mein Laptop funktioniert nicht mehr richtig (einen Text ohne die Buchstaben a und y zu schreiben ist ein wenig anstrengend 😀 ), ich bin umgezogen, habe einen neuen Job. Viele Herausforderungen, wenig Zeit. Mea culpa.

Wie oben geschrieben arbeite ich seit Anfang April in einem 5* Hotel. In Berlin gibt es verschiedene Häuser dieser Kategorie. Die bekanntesten Namen sind sicherlich das Hotel Adlon Kempinski am Brandenburger Tor (die Royal Suite kostet pro Nacht nur schlappe 26.000 €), das imposante Waldorf Astoria am Zoo oder das klassische Westin Grand Hotel an der Friedrichstraße. Im übrigen: Als Präsident Obama die letzten Male in Berlin war, hat er die Präsidentensuite im Ritz Carlton Berlin bezogen.

(c) kempinski.com

Die Konkurrenz zwischen den Häusern ist enorm, im Bereich der Kunden wie auch bei den Angestellten. So habe ich mir von ehemaligen Mitarbeitern des Ritz sagen lassen, dass man nie in das Adlon wechseln würde, ebenso andersherum. Die Spitzenhäuser der Branche vertreten zumindest zum Teil noch echte Werte wie Arbeitnehmertreue und Stolz, welcher in der Hotellerie selten geworden ist.

Vor dem Bewerbungsgespräch hatte ich erst zwei Mal überhaupt ein Hotel dieser Kategorie betreten, dementsprechend groß war mein Respekt. Insbesondere die Vorstellung, mit welcher Art von Gästeklientel man arbeitet, hat mich unsicher gemacht.

(c) westingrandberlin.com

Nach vier Wochen lässt sich feststellen: es sind auch nur Menschen. Die meisten Gäste eines 5* Hotels sind gern dazu bereit sind, etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen, um beispielsweise Upgrades zu empfangen. Der Anspruch an das Hotel ist natürlich auch höher als im 3*- oder 4*-Bereich, aber letztlich wollen Gäste, egal ob Buisnessman, Scheich oder Familie auf Berlinurlaub, überall zufrieden gestellt werden.

Der größte Unterschied zu Hotels in unteren Kategorien liegt allerdings nicht unbedingt in den Hotelzimmern. Vielmehr sind es die zusätzlichen Services für den Gast, welche die verschiedenen Abteilungen gut miteinander zusammenarbeiten und kommunizieren lassen müssen. Ob nun das Essen aufs Zimmer mit dem Roomservice, Hilfe mit dem Gepäck vom Pagen oder der Einparkservice: Zusatzleistungen wie diese gibt es nicht in jedem Hotel und machen einen Aufenthalt speziell. Es ist eine besondere Erfahrung, ein Teil dieses Teams zu sein und so meinen Teil zur Zufriedenheit von Kunden beizutragen.

Jetzt genieße ich allerdings erstmal einen Kurztrip nach Chemnitz. Ich melde mich bald wieder, und dann nicht erst nach vier Wochen. Adios und ciao,

Bubitzzz

Tschüss & Adé: USA

Liebe Leser,

Heute gibt es wieder ein Interview aus der Reihe “Tschüss & Adé”. Alex lebt seit einiger Zeit in den USA und stand mir Rede und Antwort. Wie immer wünsche ich viel Spaß beim Lesen.

(c) Alexander Krosse

Hi Alex, danke, dass du dir die Zeit nimmst. Wir beide haben uns 2009 kennen gelernt, bevor ich als Au-Pair in die USA gegangen bin. Kurz darauf hast du Deutschland ebenfalls den Rücken gekehrt, um dein Glück in den Vereinigten Staaten zu suchen. Mittlerweile lebst du seit 7 Jahren dort. Kannst du kurz erzählen, wie du in Amerika gelandet bist?

Es war für mich schon immer mein Traum die Welt zu bereisen und natürlich auch die USA zu sehen . Als du dann als Au-Pair in die Staaten gegangen bist dachte ich mir “Hmm, das kann ich ja auch mal probieren.”. Ich habe mit meiner Familie gesprochen und die haben gesagt “Wage den Schritt und erkunde die Welt, weil du die Möglichkeit dazu hast.”. Also hab ich mich beworben. Nie hätte ich gedacht, dass ich so schnell eine Gastfamilie finden würde, aber vier Wochen nach der Bewerbung hatte ich schon eine Familie gefunden, die mich aufnimmt und nach einem weiteren einen Monat bin ich bereits in die USA ausgereist. Ich kann mit Stolz sagen dass meine Familie und du eine Inspiration gewesen seid.

Wow. Ich fühle mich geehrt, dass ich dir bei deinem Weg so helfen konnte, und freue mich natürlich, dass du bereits seit so langer Zeit diesen Weg gehst. Du lebst mittlerweile in Virginia. Wie kam es dazu?

Ja, ich lebe in einem Vorort von Washington D.C. im Bundesstaat Virginia. Virginia war erst der dritte Stop auf meiner Reise. Mein erstes Jahr habe ich nahe Chicago, Illinois verbracht und war auch super glücklich dort. Aber ich wollte noch mehr von den USA sehen, also hab ich mich entschlossen mein zweites Jahr in einer anderen Familie zu verbringen. Im Januar 2011 bin ich also nach San Francisco gezogen. Leider hat die Familie mich dort nicht so gut behandelt, also bin ich ins Re-match gegangen und hab dann die Familie hier in Virginia gefunden. Seitdem lebe ich nun glücklich hier.

(c) Alexander Krosse

Virginia ist ein Staat, der dafür bekannt ist, verhältnismäßig viele Menschen mit europäischen Wurzeln zu beheimaten. Bekommt man das im Alltag, auch im Vergleich zu anderen Bundesstaaten mit? Gibt es vielleicht sogar eine deutsche Community?

Also so im Alltag bekommt man das eigentlich nicht mit. Es ist richtig, dass viele hier europäische Wurzeln haben, aber mit bloßem Auge kann man das nicht sehen. Virginia hat eine der größten deutschen Botschaften und die Bundeswehr ist hier stationiert, also hört man schon ab und zu mal Deutsche. Das war es aber dann auch. Wenn man Leute kennenlernt erfährt man dann mehr über europäische Wurzeln und wieviele Menschen eigentlich deutsche Vorfahren haben. Aber so in der Kultur ist nichts anders hier.

Womit verdienst du deinen Lebensunterhalt?

Im Moment bin ich Vollzeitstudent und wenn ich mein Lehramtsstudium
abgeschlossen habe werde ich hier an einer Grundschule als Lehrer anfangen.

(c) Alexander Krosse

Wie ist das Leben im Vergleich zu Deutschland?

Ich finde dass das Leben hier im Vergleich zu Deutschland einfacher ist. Jeder kann hier seinen Traum verwirklichen wenn man sich Mühe gibt. Jeder kann hier sein Studium machen, egal wie gut oder schlecht man vorher in der Schule war oder welchen Abschluss man gemacht hat. In den USA gibt es keinen Hauptschul-, Realschul- oder Gymnasialabschluss. Jeder geht in die High School und jeder hat die Chance auf ein Studium. Ich habe hier in den USA viel mehr erreicht als in Deutschland. Ich studiere, bin bei der Berufsfeuerwehr mit abgeschlossenem Feurwehr- und Rettungssanitäterabschluss und ich habe eine Freundin, die ich bald heiraten werde. Ich habe so viele großartige Erfahrungen hier gesammelt und so viele neue Freunde und eine Familie gewonnen, das kann mir keiner im Leben mehr nehmen. Ich vermisse natürlich trotzdem meine Familie und Freunde in Deutschland, aber ich weiß, dass sie sich auch für mich freuen. Aber ich bin ja nicht aus der Welt und dank Skype und Facetime können sie mich ja auch öfters sehen. Ich bereue keine Minute hier.

Abschließende Frage: Was würdest du auswanderwilligen Menschen anraten?

All die, die den Traum haben auszuwandern, empfehle ich: Folge deinen Traum und wandere aus. Ich bereue es bis heute nicht, dass ich den Schritt gewagt habe. Lebe deinen Traum und sei glücklich. Die ersten Monate sind schwer, aber danach wird alles besser. Man muss auch mal was im Leben wagen

Alex, vielen Dank für deine Zeit und weiterhin viel Erfolg. Vielleicht sieht man sich bald mal wieder.

(c) Alexander Krosse

Time for Australia

Liebe Leser,

während ich gerade in Glasgow verweile (Blogpost incoming 😉 ) hat sich mein Bruder zu seiner Zeit in Australien geäußert. Auch auf seinem eigenen Blog äußert er sich immer wieder zu seinem aktuellen Trip. Viel Spaß beim Lesen!

(c) Robert Vogel

Nicht alles läuft immer nach Plan – besonders beim Reisen trifft das definitiv zu. Pläne sind schön und gut, aber außerhalb von Kurztrips und Urlauben eher nicht sehr sinnvoll. Ich zum Beispiel hatte Pläne. Ich wollte nach Australien kommen, zwei bis drei Monate arbeiten, danach die Westküste entlang reisen, wieder drei Monate arbeiten und dann die Restzeit wiederum reisen. Ich wollte an keinem Ort zu lange bleiben, den gesamten Kontinent erkunden, unzählige Leute kennenlernen, Erfahrungen machen, Dinge erleben, Orte erkunden… Nach mehr als acht Monaten Australien sieht die Bilanz jetzt allerdings etwas ernüchternd aus. Ich war keinen einzigen Tag außerhalb von Western Australia, dem größten Staat Down Unders, habe bisher sechs Monate gearbeitet und die Restzeit fast ausschließlich in Perth und Fremantle verbracht. Jetzt muss ich mir wieder einen Job suchen, nachdem unser Campervan, in den wir viel Zeit und Geld investierten, nach drei Tagen Roadtrip kaputt gegangen ist. Eine ewig lang wirkende Woche hat es gedauert, bis wir aus dem winzigen Vorort zwischen Albany und Esperance raus kamen, ein Bekannter Australier fuhr den ganzen Weg hinunter um uns Abzuschleppen. Aber damit wären wir jetzt auch mal bei den positiven Dingen, denn bei all den „Vorfällen“ gibt es so vieles zu erzählen, was unmöglich in einen einzigen Text zu verpacken geht.

(c) Robert Vogel

Zuallererst genau dieses Beispiel – der Verlobte einer Arbeitskollegin borgt sich den Geländewagen eines Freundes und leiht sich einen Anhänger aus, fährt sieben (!) Stunden die knapp 550 km nach Ravensthorpe, an seinem Wochenende wohlgemerkt, um uns, zwei deutsche Backpacker, die er höchstens 4-5 mal gesehen hat, NEUN STUNDEN (!!!) lang zurück nach Fremantle abzuschleppen. Das alles am Stück, keine längere Pause, wir mussten ihm lediglich das Benzingeld und die Leihgebühr des Anhängers bezahlen und das war es. Anstatt also eine professionelle Firma zu beauftragen, wofür wir mindestens 1.700 Dollar bezahlt hätten kamen wir aus der Sache für ein Drittel des Preises raus. Australier sind im Allgemeinen sehr freundlich und hilfsbereit, zumindest bis es um Geld geht. Genau da muss man aufpassen. Mechaniker z.B. werden einiges versuchen um euch den ein oder anderen müden Dollar mehr abzuknüpfen.

(c) Robert Vogel

Aufpassen sollte man ansonsten noch vor anderen Backpackern, da dort die Gefahr am Höchsten ist, auf Arschlöcher zu stoßen, die einem ein Schrottauto als voll funktionstüchtig verkaufen oder anderweitig bestehlen wollen. Hier gilt es immer, Obacht zu geben und jeden so zu behandeln, wie man selbst gern behandelt wird. Der Großteil der Menschen, die ich bisher auf meinem Trip auf die andere Seite des Globus kennenlernen durfte, waren sehr vernünftige Leute, deren Bekanntschaft ich froh bin gemacht zu haben. Man lernt sehr viel in so einem Jahr; Selbstständigkeit, einen gewissen Ordnungssinn (da einem ansonsten alles wegkommt, wenn man ständig unterwegs ist), Respekt für andere Menschen und Kulturen und verbesserte Fremdsprachenkenntnisse einbegriffen, jedoch geht es um viel mehr als nur das. Auch wenn es sehr nach einem Klischee klingt – Selbstfindung spielt eine ebenso große und wichtige Rolle wie zum Beispiel zu lernen, mit Geld zu wirtschaften oder sich an einem fremden Ort mit der Bürokratie rumschlagen zu müssen. Egal was passiert, man hat das Gefühl, dass man alles irgendwie schaffen kann, sei es, da einem Menschen, die man erst wenige Tage vorher kennenlernte, aus der Patsche helfen oder man plötzlich nach wochenlanger Suche doch endlich einen Job findet, durch den man sich, sind wir mal ehrlich, dumm und dämlich verdienen kann hier unten. Klar, die Lebenskosten sind höher als beispielsweise in Deutschland, und trotzdem ist das Einkommen unfassbar hoch, womit man sich, wenn man etwas gut damit umgeht, einiges an Geld ansparen kann.
Australien ist DER typische Ort wenn es darum geht, das erste Mal lange alleine zu reisen. Viele Leute gehen auch in die USA um als Au-Pair zu arbeiten, auf dem roten Kontinent jedoch findet man Tausende und Abertausende von Europäern, Asiaten und Südamerikanern, die allesamt mit einem sogenannten Working Holiday Visa vor Ort sind und die Erfahrungen ihres Lebens machen wollen. Wahrscheinlich ist das auch bei Vielen der Fall. Für mich ist es jedoch nicht so. Ich habe hier bisher sehr sehr gute Menschen kennengelernt, darunter meine Freundin. Ich habe einige Dinge erlebt und Sachen gesehen, welche ich so in Europa nicht hätte erfahren können. Jedoch geht es für mich weiter. Nach meinem Jahr Work and Travel werde ich weiterhin reisen, Asien, Neuseeland, Südamerika, Kanada… Wer weiß wohin es geht, wer weiß schon wie lange. Ich will es nicht wissen.

Yesterday is the past and tomorrow the future. But today is a gift, that’s why they call it „present“.

In diesem Sinne, als einziger richtiger „Rat“ meinerseits – hört auf andere Leute zu beneiden, weil diese in der ganzen Welt unterwegs sind. Stattdessen macht es einfach genau so. Fangt an zu reisen, es gibt so viele Möglichkeiten Geld zu verdienen, es gibt so viel zu Erleben. Legt einfach los!

Disney-Alarm

Liebe Leser,

ein regnerischer Samstagabend bahnt sich an. Was gibt es da besseres, als abends auf der Couch einen Filmabend zu genießen? Und wieso dann nicht ml ganz klassisch wieder Zeichentrick? Leider wissen viele nicht mehr, welche Filme von damals wirklich gut waren. Hier wird euch Abhilfe geschaffen! Ich präsentiere: meine persönliche “Top 5” an klassischen Zeichentrickfilmen.

auf den Plätzen: Aladdin; Feivel, der Mauswanderer im Wilden Westen; Cap & Capper; Atlantis – Das Geheimnis der verlorenen Stadt, Schneewittchen und die Sieben Zwerge

Platz 5: Der Glöckner von Notre Dame
Man muss Paris nicht lieben, um auch diesen Film zu mögen. Starke Story, starke Musik, starke Message. Einen guten Disneyfilm zeichnet es aus, dass auch der Bösewicht ein beeindruckendes Lied vorzuweisen hat. Dies ist bei Frollos “Feuer der Hölle” definitiv der Fall.

Platz 4: Pocahontas
Uuups, ein typischer Mädchenfilm in dieser Top 5. Erwischt, ich steh auf dieses Werk. Ok, die Story ist vorhersehbar (das ist jedoch bei vielen Trickfilmen so), aber immerhin die einzige, die sich an einer realen Person orientiert. Umso beeindruckender ist die Message, die der Film vermittelt. Angst vor dem Fremden und vor Neuem (siehe hierzu das Video), dieses bekämpfen, statt es kennenzulernen, dies sind Themen, die auch in der heutigen Zeit aktuell sind und viele Probleme verursachen. Ein wenig mehr Empathie und Vertrauen in das Gute der Menschen würde uns allen mal gut tun.

Platz 3: Das Dschungelbuch
Wen bei diesem Film nicht der Groove packt, der hat die Filme nie geliebt. Okay, so hart vielleicht auch wieder nicht, aber bei Hits wie “Probier’s mal mit Gemütlichkeit” oder “Ich wär’ so gern wie du” kommt in mir schonmal wieder der Kinder-Bubitzzz hoch. Gerüchteweise kann ich letzteren inklusive Balu-Part fehlerfrei performen…

PS: Kennt ihr schon die Realverfilmung vom Dschungelbuch? Falls nicht: Filmtipp!

Platz 2: Robin Hood
Ich gebe zu, eine sicherlich überraschende Wahl. Doch es gibt wohl kaum einen Disneyfilm, den ich den letzten Jahren häufiger gesehen habe. Das liegt zum einen an der Story an sich, Robin Hood fasziniert ungemein. Zum anderen ist es ein ganz eigener Witz, der im Film vorherrscht. Ob nun Little John, der Prince John zum Bogenschützenturnier den Spitzname PJ gibt oder der Hahn Alan A’Dale, welcher seine Mandoline bei ebenjenem Turnier als Bogen verwendet, um Sir Hiss aus seinem Ballon zu schießen. Der Film bietet ein Rundumpaket aus guter Story, neckiger Filmmusik (bei welcher übrigens die Protagonisten ganz disneyuntypisch nicht aktiv selbst singen) und diesem ganz speziellen Witz.

Platz 1: König der Löwen

Kann es eine andere Nummer 1 geben? Während nebenbei das Video läuft, läuft es mir kalt den Rücken herunter, ich habe Gänsehaut. Für den unwahrscheinlichen Fall, dass irgendjemand diesen Film noch nicht kennt: Packende Geschichte über den Löwenjungen Simba, der als Sohn des Königs in die Welt kommt. Der Film beinhaltet den traurigsten Moment von Disneys Filmgeschichte, die prägendste und beste Filmmusik aller mir bekannten Zeichentrickfilme und ist zurecht das absolute Highlight der Disneyfilmgeschichte.

 

So, nachdem ich mir jetzt das Pipie aus den Augen gewischt habe: Was sind eure Lieblingsfilme? Welcher Film fehlt euch in der Auflistung komplett? Ich freue mich auf eure Meinungen!

Euer Bubitzzz

Ein Stück Fernsehgeschichte

Als am 17. Juni 2015 Stefan Raab seinen Rücktritt aus dem TV-Geschäft zum Ende des Jahres ankündigte war dies ein großer Knall in der deutschen Medienlandschaft. Schnell wurde klar, dass Pro7 einen Nachfolger benötigte. Zum neuen Zugpferd des Sender wurden die bereits seit 2013 unter Vertrag stehenden Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf.

Bereits vorher arbeiteten die beiden in verschiedenen TV-Formaten zusammen. Ab 2009 moderierten sie mit dem Format MTV Home eine Talkshow. Hierbei sind Spiele wie “Wenn ich du wäre” entstanden. Darüber könnte ich mich immer wieder zerreißen. 😀

2011 folgte der Sprung in das öffentlich-rechtliche Fernsehen zu ZDFneo. Hier wurde das Format in ähnlicher Form beibehalten. Oft wurde mit dem Klischee des gebühren-finanzierten Fernsehens gespielt. Beispiel gefällig?

Das Video zeigt aber auch, dass die beiden Moderatoren zusammen vor allem in Kombination mit Alkohol lustig sind. Dieser Eindruck verfestigte sich auch mit dem Wechsel zu Pro7. In deren Mediathek finden sich beispielsweise diverse Clips, welche Joko und Klaas auf Jamaika beim exzessiv lustigen Bierkonsum zeigen. In einer Circus HalliGalli-Folge betrinken sich die beiden zusammen mit Matthias “Matze” Schweighöfer beim Spiel “Dawn of the Gag”. Das komplette Video darf allerdings lt. Anforderungen der Medienaufsicht immer erst ab 23:00 Uhr gezeigt werden. Kein Witz, die betreffende Szene ist tagsüber aus dem Beitrag geschnitten.

Generell ist Circus HalliGalli eine Sendung, die provoziert,  an die Grenzen geht, aber vor allem einfach auch irre komisch ist. Beiträge wie “Mein bester Feind” oder “Spontan Wenn ich du wäre” mit Prominenten sind jedes Mal zum Brüllen.

Erkennt man am Beitrag, dass ich auf die Sendungen der beiden stehe? Okay, eventuell mache ich das wirklich. Ein klein wenig. Okay, das ist untertrieben. Man muss auch mal Fanboy sein, und das bin ich. Deswegen bin ich auch sehr traurig darüber, dass Circus HalliGalli in die letzte Staffel geht. Doch im Gegensatz zu Stefan Raab beenden Joko und Klaas ihre TV-Karriere noch nicht komplett. Die bekannten Sendungen wie das “Duell um die Welt” oder “Die beste Show der Welt” bleiben uns zum Glück erhalten. Ich danke euch beiden dennoch für dieses Stück Fernsehgeschichte und viele herzliche Lacher und aufheiternde Momente in Situationen, in denen ich sie wirklich brauchte. Bubitzzz.

Einer dieser Tage.

Kennt ihr das? Ihr steht auf und wisst, dass es ein guter Tag wird, ganz egal was passiert? Nun, gestern war genau so ein Tag. Meine erste NINERS-Auswärtsfahrt seit drei Jahren stand an, damals war ich in Magdeburg.

Nach einer kurzen Nacht ging es früh von Berlin nach Chemnitz, um 16 Uhr im Fanbus mit knapp 50 anderen Fans nach Franken durchzustarten.

Schon im Bus haben wir das ein oder andere Kaltgetränk (Hopfensaft und Limettencola mit Schuss) genossen, und so schon eine gute Stimmung erzeugt. Traditionell war natürlich auf der Hinterachse mehr Stimmung 😉

Vor Ort haben wir dann erst einmal ein akustisches Statement gesetzt, und zwar so laut, dass sich eine Anwohnerin bei mir über den “unerhörten Lärm” beschwerte und mit der Polizei drohte. Um 19 Uhr. Für den unwahrscheinlichen Fall, dass Sie das hier lesen: Seien Sie doch einfach mal froh, dass in Ihrem Dorf überhaupt mal etwas los ist, und reagieren Sie nicht so dünnhäutig auf eine halbe Stunde erhöhte Lautstärke. Das schont Ihre Nerven und verdirbt uns nicht den Spaß. Und da Sie das doch nicht lesen werden: Hoffentlich haben Sie keinen Weg in die Halle gefunden. Denn was wir dort, trotz einer sehr überschaubaren Leistung unserer Jungs, ablieferten, war erstligareif und hätte Ihnen doch nur weiter die Nerven geraubt.

(c) Anett Linke
(c) Anett Linke

Ob Einklatschen, Gesänge, Polonaise durch den Spielerbus, alles war dabei, die Stimmung der Fans überragend. Das Spiel bot trotz eines 67:48-Sieges  nur wenige echte Höhepunkte, nichtsdestotrotz hielten wir den Support über die gesamte Spieldauer auf einem hohen Niveau.

(c) Anett Linke

Highlight, auch für mich persönlich, war die UFFTA nach dem Spiel. Hier hat die Stimme noch einmal gelitten (passender Kommentar hierzu: Die Stimme muss noch irgendwo in Bamberg sein), aber das war es allemal wert. Mit diesem Video verabschiede ich mich auf mein Sofa und trinke weiter meine warme Milch mit Honig. Bis zum nächsten Mal, euer Bubitzzz.